Sonntag, 19. Februar 2017

Sieben Sachen #03 – 2017

Heute bin ich endlich wieder bei den sieben Sachen dabei. Ich habe Fotos von sieben verschiedenen Sachen gemacht, für die ich heute meine Hände benutzt habe – ganz egal, wie lange. Auch andere Blogger:innen geben heute einen kleinen Einblick in ihren Sonntag. Bei Anita von Grinsestern werden die sieben Sachen gesammelt. Die Idee stammt von Frau Liebe.



1. Ei auf mein Essen gelegt. Heute gab's mal wieder Nasi padang zum Frühstück. Als Vegetarierin habe ich dort nicht die allergrößte Auswahl, aber es reicht mir. Heute lagen neben Reis Tempe (fermentierte Sojabohnen), Curry aus grünen Bohnen und grüner Jackfrucht auf meinem Teller, bedeckt von eben jenem bis zur Unkenntlichkeit frittiertem Ei. 

Fun Fact: Ich hatte lange Zeit Probleme mit dem indonesischen Wort für Ei, "telur". Im Padangrestaurant bezahlt man erst nach dem Essen. Man muss sich also merken, was man verspeist hat und das auch noch in der richtigen Reihenfolge an der Kasse aufzählen. War ich an der Reihe, gab es ab und zu Missverständnisse:

Steffi: "Nasi sayur pake telur." (Reis mit Gemüse und Ei)
Mädchen an der Kasse: "Aaah, Es teh!" (Aaah, Eistee!)
Steffi: "…"



2. Kaffee umgerührt. Auch wenn in Indonesien Robusta-Kaffee angebaut wird, sind die Leute hier in Jogja irgendwie keine großen Kaffeetrinker. Gerade morgens ist es besonders schwer, guten Kaffee zu finden. Abends ist das komischerweise kein Problem, das verstehe wer will. Heute haben wir einen kleinen Laden entdeckt, der verschiedene Sorten Kaffee aus verschiedenen Gegenden Indonesiens verkauft. Ich hatte Toraja-Kaffee aus Sulawesi.


3. Einkäufe ausgepackt. Für mich geht es morgen früh nach Singapur, darum brauchte ich Reiseproviant fürs Flugzeug und Bonbons für den Druckausgleich. Der Flug geht schon halb acht, darum bringe ich mein Frühstück selbst mit. Mittags geht's dann zum Ausgleich ins Real Food <3



4. Gepackt (links mit wenig hilfreicher Nina, rechts fertig). Viel brauche ich nicht, ich bleibe nur eine Nacht weg. Wie man sehen kann, ist Nina seitlich ein bisschen kahl, weil sie vor knapp zwei Wochen endlich kastriert wurde. Sie hat alles gut überstanden, muss keinen entwürdigenden Trichter mehr tragen und durfte nach ein paar Tagen in der Tierklinik wieder nach Hause. Nina war wirklich geduldig und tapfer, da darf sie auch mal mit meinen Socken kämpfen. 


5. Gehäkelt, bis das Garn alle war. Das hier wird ein Pussyhat. Die Anleitung habe ich von der verlinkten Website und ein bisschen angepasst. 


6. Wäscheständer in die Sonne gerückt. Mir fiel erst beim Frühstück ein, dass meine Jeans für morgen noch in der Laundry ist. Dort haben sie kurzerhand abgeholt und hier getrocknet. Puh, Tag gerettet! Sehr Ihr den Kürbis, der durchs halbe Bild wächst? Das ist ein Butternut-Kürbis, der aus einem zufällig heruntergefallenen Samen entstanden ist. Er blüht schon fleißig, aber bisher sind es nur männliche Blüten. Die erste Kürbisernte steht also noch aus.


7. Salak umgetopft. Salak ist die Frucht einer Plane und ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, wann ich den Kern gepflanzt habe. Gestern überraschte mich der Sämling in meinem Kasten mit den Auberginen, der früher mal Rosmarin beherbergte, da konnte er natürlich nicht bleiben. 

Das war also mein Sonntag! Jetzt schreibe ich noch meinen Spickzettel für morgen fertig, denn in Singapur erwartet mich ein tolles Programm: Ich werde Wollgeschäfte besuchen und habe mir zwei vegetarische Restaurants ausgesucht, die hoffentlich so toll sind, wie das Internet verspricht. Ich schreibe mir auf, mit welchen Buslinien ich dort hin komme, bin also bestens vorbereitet! Ach, ich freue mich schon auf eine heiße Dusche, leckeres Essen, Bus und Bahn fahren und einen gemütlichen Abend im Hotel. Dienstag früh fliege ich dann schon wieder zurück, diesmal wird es nur ein kurzer Ausflug. Ich werde aber trotzdem Fotos machen!

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag!

Kommentare:

  1. Das sieht wirklich nach einem guten Sonntag aus. Ich bin ein bisschen entzückt, dass du ein Kuscheltier eingepackt hast!
    Das frittierte Ei hätte ich definitiv nicht erkannt.
    Und: hurra für noch mehr Pussyhats. Find ich super!

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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    1. Ich verreise gern mit Kuscheltier und gerade Bob ist ein prima Reisegefährte. Er war schon mal mit in Singapur und kennt sich dort bestens aus :) Es gibt übrigens in Berlin auch ein Reisebüro für Kuscheltiere, die mal was ohne ihre Menschen unternehmen wollen.

      Liebe Grüße
      Steffi

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  2. Ich lese so gerne von deinem exotischen Sonntag. So kann ich die Welt vom Sofa aus Enddecken (leider habe ich im Moment kaum eine Möglichkeit, selber zu verreisen und erst recht nicht soooo weit weg). Danke, dass du uns an deinem All(sonn)tag teilhaben lässt. Alles Gute morgen in Singapur (warst du schon mal im Zoo dort? Ich war vor fast 20 Jahren mal da und er war wunderschön).
    Liebe Grüsse aus der kalten Schweiz,
    Regula

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  3. Hihi, da gibt man sich so Mühe mit Sprachen lernen, und dann so etwas ;-D
    Allerdings sieht das Ei ja auch wirklich nicht wie Ei aus ....
    Hab ganz viel Spaß in Singapur! Ich freue mich schon auf die Fotos und Deinen Bericht!
    GLG Kerstin

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  4. Es klingt immer alles so exotisch bei dir. Echt toll und interessant ....

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